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Thonet

Die Firma wurde 1819 als Tischlerei von Michael Thonet in Boppard am Rhein gegründet, der früh erkannte, dass schichtverleimtes Holz der traditionellen Möbelbauweise technisch und ästhetisch überlegen war. Es war haltbarer und vor allem auch leichter formbar (dünne Holzstäbe wurden in Leim gekocht, gebündelt und in eine Hohlform eingelegt und getrocknet) und bildete die Grundlage zur späteren Serienfertigung.

1842 empfahl Fürst Metternich Thonet bei Hofe und holte ihn nach Wien, wo er die kompliziert gebogenen Parkettfußböden des Palais Liechtenstein und von 1843 bis 1846 seine «Liechtensteiner Stühle» anfertigte. 1853 übertrug Thonet die Firma auf seine fünf Söhne (August, Josef, Jakob, Franz und Michael jr.) und gründete die «Gebrüder Thonet». Auf Ausstellungen in München (1854) und Paris (1855) machte die Firma ihre Bugholzstühle einem größeren Publikum bekannt und begann Ende der 50er-Jahre mit der industriellen Massenproduktion, die mit Thonets berühmtem «Sessel No. 14» begann, dem ersten wirklichen «Konsumstuhl» und dem kommerziell erfolgreichsten Möbel des 19. Jahrhunderts. Wachsende Nachfrage und Holzknappheit in Wien veranlassten die Gebrüder Thonet, 1856 zur Errichtung ihrer ersten Möbelfabrik in Koritschan, 1861 folgte die zweite in Bystritz. In Frankenberg an der Eder wurde 1889 die siebte und bis dato letzte Produktionsstätte gegründet. Die Thonet-Stühle drangen in diesen Jahren in alle Bereiche vor - in Theater, Restaurants, Cafés, öffentliche Gebäude, Krankenhäuser und Kirchen - und führten zur Gründung von Verkaufsniederlassungen in allen großen Städten der Welt.

Zwischen 1860 und 1900 entwickelte August Thonet das Möbelprogramm seines Vaters weiter und schuf eine Vielzahl innovativer Bugholzmodelle, darunter auch Tische, Toilettenspiegel, Garderoben, Kinderwiegen und Notenständer. Um die Jahrhundertwende ließen Architekten wie Josef Hoffmann, Adolf Loos, Marcel Kammerer, Koloman Moser oder Otto Wagner Bugholzmöbel bei Thonet produzieren. Die Formensprache von Jugendstil und Buchenholz vereinigte sich dabei zu Stuhlklassikern wie dem Schreibtischfauteuil «Nr. 6081», dem Dreibeiner «225», dem vornehmen «241» (mit medaillenförmiger Rückenlehne) oder dem «676» (1910), der durch seine strengen Linien und geometrischen Figuren von Charles Rennie Mackintosh beeinflusst schien. Der berühmteste Entwurf dieser Jahre war der «Postsparkassensessel Nr. 247» (1904) von Otto Wagner.

In den 20er-Jahren suchten neben Walter Gropius vor allem Marcel Breuer (Sessel «S 35», 1928/29), Mart Stam (Freischwinger «S 32», 1930) und Mies van der Rohe die Zusammenarbeit mit Thonet, deren schönster Beweis der elegante Stahlrohrfreischwinger «S 533» (1927; Mies van der Rohe) mit charakteristischem Vorderfußbogen und durchgehendem, rohrgeflochtenem Sitz (bzw. geteilter Sitz- und Rückenlehne aus Kernleder) war. Le Corbusier zeigte 1925 das «Fauteuil Nr. 9» in seinem berühmten Pavillon de l'Esprit Nouveau in Paris und entwarf (zusammen mit Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand) u.a. den Stahlrohrsessel «B 301», die ledergepolsterten Stühle «B 302» und «B 303» sowie die berühmte Liege «B 306»; außerdem die Tische «B 307» und «B 308». Weitere Entwürfe schufen in den 30er-Jahren André Lurçat, Hans Luckhardt («S 36 P», 1931; für den Maharadschapalast «Manik Bagh»), der Architekt Bewe sowie A. Guyot und Emile Guillot. In den 50er-, 60er-und 70er-Jahren produzierte Thonet neben Basismodellen Varianten älterer Modelle und arbeitete mit Designern wie Joe Atkinson, Hanno von Gustedt (Vierkantstahlrohrserie «S 800») und Pierre Paulin zusammen. Verner Panton schuf mit den Modellen «271» (1966) und «276» (1968) zwei Klassiker des modernen Stuhldesigns.

In den 80er-Jahren produzierte Thonet den modernen Klassiker «S 320» (1984) von Ulrich Böhme und Wulf Schneider. Der Stuhl wurde aus Bugholz und Stahlrohr gefertigt und gehört zu einem erweiterten Programm aus ausziehbaren Ess- und/oder Besprechungstischen, Beistelltischen und einem niedrigen Sessel. Böhme und Schneider kreierten 1986 auch das «Programm 6000» - Sitzelemente mit quadratischer und rhombischer, um acht Grad vom rechten Winkel abweichender Grundfläche. Weitere herausragende Entwürfe der 80er-Jahre stammten von Josef Gorcica (Freischwinger «S 73» und die Varianten «S 74 FRW» mit Drehgestell und Wippmechanik für den Bürobereich), Torben Skov (Liege «S 828») sowie Gerd Lange («Flex»-Stuhl - mit Seitenteilen aus Buchenholz und einer Kunststoffwanne als Sitz). Zu den jüngsten Kreationen der Firma Thonet gehört das am Bauhaus orientierte «Sesselprogramm 3000» (1990), das Christoph Knierim aus gebogenem Stahlrohr (Gestell), gebogenem Schichtholz (Sitzschale) und Latex (Polster) geschaffen hat, sowie Tischprogramme von Simon Desanta, Georghe Bauer, Josef Gorcica, Christiane von Savigny oder Marius van den Wildenberg.

Als Reeditionen produzierte Thonet neben den Bugholzstühlen «214» und «215» u.a. den Armlehnstuhl «247 P», den Otto Wagner 1904 als Konferenzstuhl für den Sitzungssaal der Wiener Postsparkasse schuf, den Jugendstilstuhl «225 P» (1905) und einige Bauhausklassiker, darunter den Freischwinger «S 32» und «S 43/1» von Mart Stam, den Stahlrohrschreibtisch «S 285» und die Satztische «B 9» von Marcel Breuer.

Zu den jüngsten Produkten der Firma gehören der Falttisch «S 1080» (1996) von Alfredo Häberli und Christophe Marchand, der Stuhl «A 900» (1999) von Norman Foster, der Sessel «S 89» (2001) von Lievore Altherr, der Stuhl «S 70» (2002) von Olver Löw sowie der Stuhl «A 660» (2003) und der Tisch «A 1660» (2003) von James Irvine. 1989 eröffnete die Firma das Museum Thonet in seiner heutigen Form. 1999 bestuhlte Thonet das Restaurant und die Fraktionsräume des Berliner Reichstags. © Königsdorfer Medienhaus, Frechen (René Zey)

 

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